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Winterpause

…auf dem Beet, aber nicht bei der Arbeit: Bei minus neun Grad wurde das Holz des Herbstes handgesägt. Nun gibt es Bratapel!

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Alles im Glas!

Uff! Nach zig Nächten in der Küche (Motto: tags der Job, nachts das Hobby, und jederzeit das Kind) ist nun die letzte Frucht im Glas. Premiere für Parzelle 10 war beim Flohmarkt im Lycée Français de Hamburg, wo fast 100 Gläser Abnehmer fanden – und meine kleinen Probetöpfchen leergenascht wurden. Eindeutiger Favorit unter den Franzosen, die anscheinend lieber Konfitüren als Gelees essen, war meine Winterkirsche mit Zimt. Deutschen Eltern schmeckte meine ausgefallene Quitten-Wein-Kreation am besten – den gehaltvollen Tropfen für das Gelee lieferte mein erster Eimsbüttler Spätburgunder, der inzwischen die gesamte Südseite der Laube erobert hat (und auch lecker direkt vom Stock schmeckt…!). Ob die Groß Borsteler auch die frechen Früchtchen aus dem Nachbarviertel mögen, wird sich am 5. Dezember von 11.00 – 17.00 Uhr beim Adventsmarkt im Stavenhagenhaus (Frustbergstraße) zeigen.

Junges Wintergemüse

Fast alles ist nun abgeerntet, der Wein reift langsam vor sich hin, nur das Kohlbeet steht noch – und blüht! Und das zu Temperaturen, die inzwischen sich dem Gefrierpunkt nähern… beeindruckend, wie winterfest sind sie, und immer besser schmecken, je kälter es wird. Die ersten geernteten Kohlrabi waren jedenfalls köstlich und kein bisschen holzig, sondern saftig und unendlich aromatisch. Welch ein Glück, dass die Schnecken nur die Blätter angeknabbert haben. Und  den Lauch oder Porree, wie er auch genannt wird, haben sie ganz und gar in Frieden gelassen…Nur wundert es mich, dass die Stangen immer weniger werden, auch wenn wir nicht ernten. Das gleiche Schicksal ereilte auch meine Hokkaido-Kürbisse. Die Stuttgarter Riesen konnten ungetrübt reifen, die Hokkaidos und Butternüsse verschwanden spurlos, als sie reif waren…leider ein „Mundraub“, der inzwischen in den Kleingärten immer größere Ausmaße annimmt…

Der Wind jagte die Wolken, die Finger froren, doch jetzt ist der Blauburgunder, der an der Südseite meiner Labe wächst, geerntet – und in einer frühmorgendlichen Aktion auch abgestrippt und zerquetscht. Jetzt ruht die Maische in großen Kübeln im Warmen und beginnt hoffentlich bald zu gären. Und dann meiner Freundin Jasna, die mir verrät, wie ihre Mutter in Kroatien den Wein herstellt, gibt es hoffentlich bald den ersten Laubenwein aus Eimsbüttel…

…und das üppig und lecker. Der Blauburgunder darf noch bis in den Oktober hinein die warme Herbstsonne der Südseite genießen; die weißen Trauben wandern am Wochenende in den Ballon: Die Federweißer-Saison beginnt!

Etwas verwundert hat mich die Zwiebelausbeute: Mit  100 kleinen Steckzwiebeln habe ich meine Beete eingefaßt, doch nur knapp eine Handvoll Zwiebeln konnte ich jetzt ernten und zum Trocknen an den Holzbalken aufhängen: Wer hat da wohl tierischen Hunger gehabt? So häufig wie im letzten Jahr werde ich nun nicht meine Zwiebeltarte machen können: Zwiebeln mit Pfeffer und Salz in meiner hausgemachten Kürbis-Karottenmarmelade karamellisieren, das Ganze gut durchziehen lasse, die Zwiebeln auf einen Mürbteigboden verteilen und den Zwiebelsaft beim Backen bei 220° C löffelweise über die Tarte geben. Dazu passt ein Federweißer von unseren eigenen Trauben.

Neue Kartoffeln!

Es war ein spätes, aber gutes Jahr für Kartoffeln. Letzte Woche erntete ich meinen Kartoffelacker hinter der Laube ab: Aus fünf Kilo Bio-Pflanzkartoffeln kamen 25 kg Knollen in den Korb, per Hand aus der Erde gewühlt, um sie nicht, wie im letzten Jahr, mit der Grabegabel aufzuspießen. So werden sicherlich noch einige Erdäpfel im Beet versteckt sein. Sie entdecke ich spätestens, wenn ich im Herbst wieder die Pferdeäpfel vom Ponyhof in die Erde einarbeite…